Presseschau KW 43

++ Wir können nicht den Kern unserer Politik aufgeben ++ Auf der falschen Spur ++ Die Leute haben Zukunftsängste ++ Die „Blätter“ und ein vierter Weg ++ Die syrische Tragödie und die Ohnmacht der UNO ++ Eine andere Welt ist möglich. Aber als Drohung. ++ Die Spätmoderne im Widerstreit zweier Kulturalisierungsregimes ++ Auf tönernen Füßen ++ Noam Chomsky und die außerirdische Perspektive ++ FAZ macht mobil ++ Keinen blassen Schimmer, aber eine Meinung ++ Die Null-Bock-Haltung ist passé ++

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Rot-Rot-Grün im Bund: „Wir können nicht den Kern unserer Politik aufgeben“ – Deutschlandfunk

„Der Linken-Politiker Oskar Lafontaine sieht derzeit keine Chancen für ein rot-rot-grünes Bündnis auf Bundesebene. Viele redeten darüber, ohne sich Gedanken zu machen, was das inhaltlich heiße, sagte Lafontaine im DLF. Im Kern sollte es darum gehen, was man an Verbesserungen für die Menschen erreichen könne etwa bei der Renten- oder der Krankenversicherung.“

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Auf der falschen Spur – Nürnberger Nachrichten

„Die Bundesregierung rät allen Ernstes zu mehr privater Vorsorge fürs Alter. Dabei spricht inzwischen dermaßen viel dagegen, dass man es für einen Anflug geistiger Umnachtung halten könnte — oder für einen Witz.“

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Interview: „Die Leute haben Zukunftsängste“ – der Freitag

„Da stellen wir fest, dass Deutschland das Wunder fertiggebracht hat, die Geburtenzahlen zu halbieren und gleichzeitig den Anteil der Kinder in der Sozialhilfe um das 16-fache zu steigern. Mit der Konsequenz, dass wir heute jedes vierte Kind, das die Schule verlässt, mit einem Bildungsstand in das Arbeitsleben entlassen, bei dem es am Lesen, Schreiben, Rechnen hapert, und deswegen noch nicht einmal Hilfsarbeiter-Tätigkeiten in Frage kommen.“

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Die „Blätter“ und ein vierter Weg – neues deutschland

„Der Notausgang aus Krise und Rechtsruck ist ein steiniger Pfad. Aber es gibt keinen anderen. Zum 60. Geburtstag einer wichtigen Zeitschrift.“

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Die syrische Tragödie und die Ohnmacht der UNO – Blätter für deutsche und internationale Politik

„Am 31. Dezember dieses Jahres endet die Amtszeit des achten Generalsekretärs der Vereinten Nationen. Dann wird der Südkoreaner Ban Ki-moon zehn Jahre lang amtiert haben – und dennoch so blass geblieben sein wie keiner seiner Vorgänger. Und das nicht ohne Grund: Globales Chaos, machtlose UNO – diese Wahrnehmung ist heute weit verbreitet. Dazu entscheidend beigetragen haben die Kriege in der Ukraine, in Syrien und im Irak, aber auch der brutale Vormarsch der Terrormilizen des sogenannten Islamischen Staats (IS). Die Vereinten Nationen unter Ban Ki-moon sind mit ihren Bemühungen zur Eindämmung und Beendigung dieser Krisen und Gewaltkonflikte entweder gescheitert oder sie haben erst gar nichts unternommen.“

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Die Globale Klasse – Eine andere Welt ist möglich. Aber als Drohung. – msprO.de oder Carta

„Die westliche Welt ist in heller Aufregung. Von überall her sprießen neue rechte Bewegungen aus dem Boden oder gewinnen an Fahrt. Von Trump, über AfD, FPÖ, Le Pen bis zu Brexit scheinen sie Leuten eine Stimme zu geben, die vorher glaubten nicht zu Wort gekommen zu sein. Seitdem wird abseits der ‚besorgten Bürger‘ gerätselt, was die Ursachen für diesen Unmut sein könnte.“

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Zwischen Hyperkultur und Kulturessenzialismus: Die Spätmoderne im Widerstreit zweier Kulturalisierungsregimes – Soziopolis

„Die Öffnung der Kontingenz von Lebensformen einerseits, der Versuch ihrer moralischen Schließung andererseits, die wir seit der Jahrtausendwende beobachten, bilden offenbar zwei Tendenzen der globalen Gegenwartsgesellschaft, die vollständig unvereinbar erscheinen.“

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Auf tönernen Füßen – neues deutschland

„Für die angeblichen ökonomischen Wunder, die CETA hervorbringen soll, gibt es keine guten Belege. Trotzdem wird jetzt vor wirtschaftlichen Folgen eines Scheiterns gewarnt. […] Wichtig bleibt aber auch, den politischen ‚Geist‘ zu hinterfragen, mit dem die Befürworter Stimmung für das Abkommen machen: Wenn es der Wirtschaft nützt, nützt es auch den Menschen. Interessenkonflikte, klassenpolitische und solche zwischen einzelnen Volkswirtschaften und Kapitalfraktionen, werden so in einem gesellschaftlichen ‚Wir‘ eingeebnet, das eine politisch gewollte Fiktion ist. Ebenso wie die angeblich so glasklaren ökonomischen Effekte eines solchen Abkommens. […] Es geht also nicht um EU versus Kanada. Es geht um öffentlich versus privat.“

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Noam Chomsky & die außerirdische Perspektive – Jung & Naiv

„Wir treffen Noam (und seine Frau) in seinem Büro am MIT in Cambridge. Tilo bittet ihn die Perspektive eines Außerirdischen einzunehmen, der die Erde beobachtet: Was sieht er da? Was macht die Menschheit im 21. Jahrhundert? Geht es uns allen gut, sieht die Zukunft rosig aus? Chomsky erklärt, dass das 21. Jahrhundert das letzte Jahrhundert der Menschheit sein könnte, wenn wir unsere wirklich großen Probleme nicht lösen.“

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FAZ macht mobil – OXI

„Das Leib- und Magenblatt der Wirtschaftselite polemisiert gegen Wachstumskritiker und behauptet, Wachstumskritik sei Rückschritt. […] Rainer Hank hat sich für uns alle öffentlich auf die Couch gelegt. Herausgekommen ist ein Text voller Ressentiments, ein Lehrstück manipulativer Sprache und die Erkenntnis, dass es gut wäre, sich noch mal mit Präpositionen zu befassen.“

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Verschwörungstheorien – Keinen blassen Schimmer, aber eine Meinung – Cicero

„Unwissen und Inkompetenz stärken unser Selbstvertrauen. Doch die maßlose Selbstüberschätzung führt dazu, dass Menschen Fehleinschätzungen nicht bemerken. Wie der Fall der Reichsbürger zeigt“

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Politisierte Jugend Die Null-Bock-Haltung ist passé – Frankfurter Allgemeine Zeitung

„Das politische Interesse junger Menschen steigt – aber auch die Polarisierung der Jugend. Ausgerechnet die politischen Parteien profitieren nicht von der neuen Lust an Politik.“

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